In dieser Installation in der St. Wolfgangs-Kirche in Kanning / Ernsthofen begegnen sich archaische Rituale und moderne Technologie, Spiritualität und Hypermoderne, indem jahrtausendealte, rituelle Praktiken mithilfe zeitgenössischer Mittel in die Gegenwart übersetzt werden.
Das „2.0“ im Titel verweist auf eine mediale und inhaltliche Transformation: Statt der christlichen Ikonografie in traditionellen Ölgemälden treten mehrere Göttinnen auf digital gedruckten Bannern in Erscheinung. Begleitet werden sie von Votivfiguren, bei denen traditionelle Materialien wie Wachs, Terrakotta oder Edelmetall durch 3D-gedruckten Kunststoff ersetzt wurden. Aber auch die Verehrung selbst verschiebt sich: Sie gilt nicht mehr einer männlichen Gottheit, sondern vielen weiblichen Göttinnen – ein bewusster Bruch mit patriarchalen Glaubensstrukturen.
Das Kunstwerk wurde ursprünglich für das Viertelfestival 2025 entwickelt und wird nun in einem neuen räumlichen und inhaltlichen Kontext gezeigt.






