Das letzte Hemd hat viele Taschen, A

Artistic Research and Exhibiton

2.-3. November 2024, Blau-Gelbe Viertelsgalerie, Schloss Fischau

Starting in 2022, I carried out my interactive experimental setup “Das letzte Hemd hat viele Taschen“ at four sites (Jedenspeigen, Ziersdorf, Varanasi, Bad Fischau-Brunn), reinterpreting the millennia-old tradition of grave goods.

Participants were asked in advance to bring objects they would personally choose as their own grave goods. Each individual layed down on a large sheet of paper or fabric, upon which their body outlines were traced. The brought objects were then arranged on this silhouette, and the resulting arrangement was photographed. These images were printed on-site using a plotter and displayed as part of the exhibition.

The art project touches on a wide range of themes, including identity, gender, death, impermanence, beliefs about the afterlife, material memory culture, habitus, social and cultural markers, personal value systems, biases, and more. It opens up a reflective space in which both individual choices and collective imprints and cultural narratives become visible.

For participants and viewers alike, it poses fundamental questions: What remains of me as a person after this life? Who am I—and who do I want to be in the memory of others after my death?


Ab 2022 habe ich an vier Orten (Jedenspeigen, Ziersdorf, Varanasi, Bad Fischau-Brunn) meine interaktive Versuchsanordnung „Das letzte Hemd hat viele Taschen“ durchgeführt, die den jahrtausendealten Brauch der Grabbeigaben neu interpretiert.

Teilnehmende wurden im Vorfeld gebeten, Gegenstände mitzubringen, die sie als persönliche Grabbeigaben wählen würden. Die jeweilige Person legte sich auf großformatiges Papier oder Tuch, auf dem die Körperumrisse nachgezeichnet wurden. Danach wurden darauf die mitgebrachten Gegenstände positioniert und das so entstandene Arrangement wurde fotografisch dokumentiert. Die entstandenen Bilder wurden via Plotter vor Ort ausgedruckt und in der Ausstellung platziert.

Das Kunstprojekt berührt eine Vielzahl von Themen, beginnend bei Identität, Gender, Tod, Vergänglichkeit, Jenseitsglaube, materieller Erinnerungskultur, Habitus, sozialen und kulturellen Markern, persönlichen Wertsystemen, Biases etc. Dabei eröffnet das Projekt einen reflexiven Raum, in dem individuelle Entscheidungen ebenso sichtbar werden wie kollektive Prägungen und kulturelle Narrative. Es stellt für die Teilnehmenden, aber auch Betrachtenden die Fragen: Was bleibt von mir als Person nach diesem Leben? Wer bin ich, und wer will ich nach meinem Tod in der Erinnerung anderer sein?